Sei getrost und unverzagt, fürchte dich nicht und lasse dich nicht erschrecken!

 

Monatsspruch September 2014 aus 1. Chronik 22,13

 

 

Liebe Gemeinde!

 

Die zwei Chronikbücher vermitteln uns einen Überblick vom Anfang der Menschheit bis zum Ende der babylonischen Gefangenschaft des Volkes Israel. Im Mittelpunkt dieser beiden Bücher steht der Tempel(bau) und damit das religiöse Leben. König David ist derjenige, der den Tempelbau vorbereitet. Er kauft Land und lässt das Baumaterial zusammentragen. Er beauftragt Menschen, die später verschiedene Ämter im Tempel ausführen sollen. Den Tempel bauen soll aber sein Sohn, der zukünftige König Salomo. Im 22. Kapitel bereitet David seinen Sohn auf diese herausfordende Aufgabe vor. Wird Salomo diese Aufgabe bewältigen?

Ist es nicht in unserem Leben auch so, dass wir unseren Kindern Arbeiten übergeben, von denen wir nicht genau wissen, ob sie diese je erfüllen können, dass wir etwas bauen und dafür auch die Bausubstanz zusammensuchen und unsere Vorstellungen den anderen aufzwingen? Ist es nicht in unserem Leben auch so, dass an uns Erwartungen herangetragen werden, bei denen wir uns überfahren fühlen, oder dass wir uns selbst schwierige Aufgaben auferlegen, die wir auch noch in kürzester Zeit erledigen wollen?

 

In diesem Jahr haben wir Vieles an unserem „Tempel“ geschafft: die Fenster im Gemeindezentrum wurden erneuert, manche Arbeiten an der Elektrik durchgeführt, die Bepflanzung um das Gemeindezentrum wurde neu angelegt. Schließlich gab es auch eine Grundreinigung im Gemeindezentrum. Wir haben auch Feste gefeiert: das Sommerfest mit der Aufführung eines Musicals und das 25. Jubiläum des Gemeindezentrums. Die Zeitreise wurde unternommen. All das zeigt doch, dass uns unser „Tempel“ als Gebäude wichtig ist. Viel wichtiger ist aber der eigentliche Tempel - die Menschen, die darin wohnen, leben und sich engagieren. Ohne Glauben und Vertrauen auf Gott könnten sie all diese Arbeit nicht schaffen. Auch Salomo geht im festen Glauben und Vertrauen auf Gott an die Arbeit. Zuerst nimmt er sich aber Zeit – er betet zu Gott und bittet ihn um Weisheit.

 

Auch wir haben die Möglichkeit, weiser zu werden: wir dürfen uns Zeit nehmen, den Sommer genießen, Energie tanken, Gedanken sortieren und neue Ziele für das Kommende setzen. Das gilt für alle Bereiche: für das Private, das Berufliche und auch das Ehrenamtliche. 

 

Wenn wir jetzt in die Sommerpause gehen dürfen wir diese Worte mitnehmen:

Sei getrost und unverzagt, fürchte dich nicht und lasse dich nicht erschrecken!

 

Mit Segenswünschen                            Ihre Swetlana Bossauer

 

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