Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!

 

Monatsspruch Februar 2017                                                                   Lukas 10,5

 

Jesus sendet seine Jünger in Zweierteams aus, damit sie den Menschen, auf die sie treffen, sagen: „Das Reich Gottes ist euch nahe.“ Dabei gibt er ihnen Anweisungen: Sie sollen „wie Schafe mitten unter die Wölfe“ gehen. Ohne Schuhe, Gepäck und gar Geld sollen sie sich auf Gott verlassen. Und sie werden auf die Gastfreundschaft der Menschen angewiesen sein, die sie antreffen. Manche werden ihnen nicht zuhören, andere werden ihnen ihre Türen öffnen. Wenn sie ein Haus betreten, sollen sie den freundlichen Friedensgruß sprechen: „Schalom – Friede sei mit dir!“

 

Liebe Gemeinde!

 

Auch uns sendet Jesus aus – jeden Tag aufs Neue. Weil er uns sendet, kommt er darum mit uns an Orte und zu Menschen, in denen er Wohnung nehmen möchte. Es geht darum, dass wir als Jüngerinnen und Jünger die Sendung annehmen und uns auf den Weg machen, wirklich hingehen und Menschen den Frieden Gottes wünschen. Dabei haben wir es natürlich nicht in der Hand, welche Reaktionen unser Friedensgruß hervorrufen wird. Sicher kann man dabei schlechte Erfahrungen machen. Doch den Frieden Gottes für sich zu behalten und den Friedefürsten zu verschweigen, das ist sicher nicht die Lösung.

 

Der Unfriede hat in dieser Welt zugenommen. Fremde haben es oft schwer, friedliche und gastfreundliche Aufnahme zu finden. Das ist nicht zu übersehen. Das Klima in der Welt und um uns herum ist rauer geworden. Gerade deshalb ist es mehr als einen Versuch wert, friedlich auf böse Worte zu reagieren und jene zu segnen, die uns verfluchen. Wenn es dann nicht besser wird, sollten wir uns nicht entmutigen lassen. Denn es gibt sie trotzdem: gastfreundliche Menschen, denen wir den Frieden Gottes wünschen, die uns den Frieden Gottes zusprechen, Frieden, der höher als alle unsere Vernunft ist. Lasst uns einander von Jesus und seinem, Gottes friedvollen Reich erzählen.

 

In diesem Sinne: „Schalom – Friede sei mit Euch!“

 

 

 

Swetlana Bossauer